Zuletzt aktualisiert: 11.06.2026


Berichte

                         • Bericht 1 vom 25.02.2026 -
                         • Bericht 2 vom 09.04.2026 -
                         • Bericht 3 vom 11.06.2026 -
                         • Bericht 4 vom 29.06.2026 -




29.06.2026      

Drei Mal Bronze für unsere Jiuka bei der Hapkido Europameisterschaft 2026


Aachen, 6. bis 7. Juni 2026

Anfang Juni fand die 16. offene Europameisterschaft im Hapkido in Aachen statt. Traditionell wird sich hier in den Kategorien Weitsprung, Fighting, Selbstverteidigung, Formlauf, Bruchtest und Show, vorher einstudierten Kampfkunst-Choreographien, gemessen.
Die Jiu-Jitsu-Abteilung des TSC Eintracht Dortmund reiste dort mit sechs Teilnehmer:innen und Coach Lutz an und trat in den Kategorien Weitsprung und Fighting an. Besonders erfreulich waren die drei Bronzemedaillen, die die intensive Vorbereitungszeit der vergangenen Monate zusätzlich belohnten:

- Noah Moser, Leichtkontaktkampf Ü18 < 65 Kg Herren
- Philipp Seufert, Leichtkontaktkampf Ü18 ≤ 75 Kg Herren
- Zoë Moser, Weitsprung Ü18 Damen

Und auch Bernhard Dabrok, Janina Bolles und Theodor Bauert konnten die Früchte des vergangenen Jahres der Vorbereitung unter Beweis stellen und sich mit starken individuellen Leistungen gegen ihre Gegner:innen in ihren jeweiligen Gewichtsklassen der Fighting-Kategorie behaupten.

Wettkampf ist mehr als Gewinnen und Verlieren

Unsere Jiuka sind sich vor allem in einem einig: Die wichtigsten Erfolge dieses Wochenendes stehen nicht auf der Ergebnisliste. Vielmehr waren es der Schritt aus der eigenen Komfortzone heraus, die Überwindung, sich dem Schreckgespenst mit dem angsteinflößenden Namen “Europameisterschaft” zu stellen, überhaupt teilzunehmen, anzureisen, und sich wirklich auf der Matte einer Gegnerin oder einem Gegner entgegenzustellen. Neben der eigenen mentalen Vorbereitung half ihnen dabei vor allem eins: Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung untereinander - sei es beim Anfeuern oder gegenseitigen Coaching. Und dieser Zusammenhalt ist etwas, das wir für uns mitnehmen können und deutlich nachhaltiger ist als jede Ranglistenwertung.

Gemeinschaft statt Ellenbogenmentalität

Alle Teilnehmer:innen lobten die familiäre Atmosphäre auf der Gesamtveranstaltung. Zu keinem Zeitpunkt wirkte das Klima feindselig oder übermäßig kompetitiv - man traf sich auf der Matte, kämpfte, nahm sich in den Arm und unterhielt sich danach angeregt mit den aus ganz Europa angereisten Budoka und tauschte sich aus. Kontakte wurden geknüpft, Einladungen zu Events im Ausland wurden ausgesprochen, und wenn es an Helfer:innen, zum Beispiel beim Halten der Bretter in der Kategorie Bruchtest, fehlte, wurde kurzer Hand unterstützt. All das zeigte: Wettkampf ist kein Ego-Trip und auch eine Europameisterschaft ist gar nicht so furchteinflößend, wie sie zunächst klingen mag.

Lernen unter Druck

Im Rückblick beschrieben viele Teilnehmer:innen die EM weniger als Kampf gegen andere, sondern viel mehr als Gelegenheit, das eigene Können unter realen Bedingungen und unter Stress zu testen. Der Wettkampf war für uns so mehr Realitäts-Check, um Lernpotenziale aufzudecken als das bloße Erringen von Punkten und Wertungen. Wie wichtig mentale Vorbereitung und Konditionstraining sind, wird uns dabei genauso in Erinnerung bleiben wie das großartige Gefühl, wenn der eigene Wurf funktioniert, die Finte oder Kombination connectet. Wir kehren nach dem Wochenende vor allem mit Motivation und neuen Zielen nach Hause zu euch zurück.

Was würden wir Neulingen empfehlen?

Wem der Gedanke an die Teilnahme an einem Wettkampf einmal zumindest flüchtig durch den Kopf gegangen ist, dem möchten wir folgendes mit auf den Weg geben: Achte auf die Gewichtsklassen - auch beim Training - und pass auf, dass Du nicht in die nächsthöhere rutschst, da das die Schwierigkeit direkt nochmal erhöht. - Bernhard

Geh einfach einmal völlig ohne Erwartungen an Dich selbst an den Wettkampf heran. Einfach, um die Erfahrung einmal gemacht zu haben. – Janny



Text: Philipp Seufert


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11.06.2026      

30 Jahre Jiu-Jitsu Abteilung: Ein großes Fest zum Ehrentag!

Wir als Jiu-Jitsu Abteilung des TSC Eintracht hatten das Vergnügen, am 30. Mai 2026 unser dreißigjähriges Bestehen feiern zu dürfen! Wie das so ist mit runden Geburtstagen, wollten wir mehr als nur ein paar warme Worte zum Ende des Trainingstages, deshalb war schnell klar: eine Party muss her!

Gesagt, getan! Aus dem Jubiläum wurde ein Sommerfest für die Abteilung auf der Außenfläche des TSC, um den Anlass angemessen zu zelebrieren und die Mitglieder spüren zu lassen, was die gemeinsame Erfahrung aus 30 Jahren auf die Beine stellen kann.

Den feierlichen Auftakt machte die Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzenden Norbert Tellermann, der seit Tag 1 die Abteilung begleitet und sie auch fast genauso lange als Vorsitzender stützt. Als Ehrengast begrüßte er zudem Winfried Gemlau, einen der Mitgründer der Abteilung und langen Weggefährten unserer sportlichen Heimat. Außerdem wurde unsere Abteilung durch Lisa Stockkamp und David Ringel im Namen des TSC-Vorstands zum runden Geburtstag beglückwünscht.

Sportlich wurde es an diesem Tag auch, denn alle Gruppen der Abteilung (Kinder, Jugend, Erwachsene und Wettkampf) zeigten in einigen kurzen, eindrucksvollen Demonstrationen, was wir denn eigentlich ständig so auf der Matte treiben. Es wurde aber nicht nur präsentiert, denn wir wollten ja nicht nur zeigen, wer wir sind, sondern auch gerne gemeinsam feiern. Deshalb gab es für die Kinder der Abteilung ein sehr buntes Programm aus verschiedenen Spielen, Hüpfburgen und Bastelaktionen. Für alle anderen gab es ein mehr als reiches Mitbring-Kuchen-Buffet und später noch einen Mix vom Grill, begleitet von ausreichend Getränken bei den warmen Temperaturen.

Eine kleine Zeitreise ließ unser 2. Vorsitzender Christopher Spickhoff sich nicht nehmen, indem er durch die Geschichte der Abteilung führte, der er ebenfalls schon seit 2006 angehört. Angefangen mit gerade einmal 15 Budobegeisterten, ist unsere Abteilung über die Jahrzehnte stetig gewachsen, hat neue Facetten entwickelt, das Kindertraining etabliert (unsere größte Einheit!), eine Wettkampfgruppe aufgebaut und spezielle Workshops für Frauenselbstverteidigung und „Shiruba-Jiu-Jitsu“ für Interessierte über 50 angeboten. Eine Abteilung, die also selbst ständig in Bewegung bleibt, sich neu erfindet und ihren Kern dabei aber nie verliert.

Unterstrichen wurde all das mit einer über Wochen hinweg vorbereitete Überraschung: einem eigenen PR-Video zu unserer Abteilung! In wenige Minuten verpackt gab es Eindrücke zum Jiu-Jitsu bei den Erwachsenen und Kindern, dem Team aus Trainerinnen und Trainern und O-Töne von Mitgliedern dazu, was sie mit dem Leben in der Abteilung und auf der Matte verbinden. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben und an das großartige PR-Team des TSC Eintracht, das uns das ermöglicht hat!

Rein zufällig (und besser hätte man es nicht planen können) gab es in diesem Jahr sogar noch zwei Ehrungen für die langjährige Mitgliedschaft von Lutz Freisberger (10 Jahre) und Cyrus Walther (wahnsinnige 20 Jahre!), die gleich auf der Feier noch ihre Ehrenplaketten entgegennehmen konnten.

Alle, die Woche für Woche auf der Matte stehen wissen, dass diese 30 Jahre erst der Anfang sind. Wir wollen noch mehr Gemeinschaft, mehr Zusammenhalt, Bewegung, Spaß und vor allem: mehr Jiu-Jitsu! Da dieser Bericht ohnehin schon Überlänge hat, genehmigen wir uns noch ein paar Extrazeilen anlässlich unseres Jubiläums, um allen zu danken, die diesen Tag möglich gemacht haben. Eine kleine Gruppe von Leuten hat geplant, konzeptioniert, koordiniert und umgesetzt. Das war viel Arbeit, die Anerkennung finden soll! Von morgens 10 bis nachts um 12 wurde angepackt, deshalb vielen, vielen Dank an die, die so viel getan und so unermüdlich mitgearbeitet haben, damit wir dieses Jubiläum so feiern konnten, wie wir es getan haben.

Und nun auf 30 weitere Jahre Jiu-Jitsu im TSC Eintracht! Hajime!

Text: Lutz Freisberger
Fotos: Sophie Sommer


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09.04.2026      

Auftakt-Gürtelprüfung 2026

Normalerweise sind Prüfungen (für Prüflinge wie Prüfer gleichermaßen) geprägt von langen Tagen, an denen man Stunde um Stunde in der Halle sitzt, nervös darauf wartet, dass man dran ist und endlich zeigen kann, was man über die letzten Monate vorbereitet hat. Für beide Seiten ist das meistens durchaus anstrengend und fordert vor allem von den Prüfern sehr viel Konzentration. Umso schöner war es, dass die Gürtelprüfung am Sonntag, 22. März, vollkommen anders war als sonst. Zwei Kinder, vier Jugendliche und eine Erwachsene stellten sich der Prüfung zum nächsten Kyu-Grad. Das gab den Prüfern und Haupttrainern Leo Ludwig (2. Dan) und Lutz Freisberger (1. Dan) die Chance, sich in entspannter Atmosphäre die Techniken umfassend und genau anzusehen.

Zunächst durften die beiden Prüflinge der Kindergruppe vortreten und in aller Ruhe demonstrieren, was sie gelernt hatten. In so kleinem Rahmen war das höchstwahrscheinlich noch etwas aufregender als vermutet, aber beide machten ihre Sache souverän und bewiesen, dass sie sich die erste Farbe am Gürtel eindeutig verdient hatten.

Nach der Übergabe der Urkunden und einer kurzen Pause, durfte sich die nächste Gruppe den Prüfern stellen. Bei den Jugendlichen heißt das: mehr Techniken und vor allem schon mehr Erwartung an die Sauberkeit und Logik von Techniken. In beiden Punkten konnten die Prüflinge die Prüfer überzeugen.

Blieb noch Zoe, diesmal die einzige, die sich als Erwachsene auf die Matte begab. Für den angestrebten Grüngurt musste sie zunächst eine Stufe der Goshin Jutsu Kata demonstrieren. An dieser Stelle sind stets besondere Konzentration und Kontrolle gefragt. Beides wurde geliefert, wodurch dem Übergang zu den weiteren Techniken nichts im Weg stand. Zoe demonstrierte unter anderem eine Hebelkette, die in Menge und Qualität deutlich über den Erwartungen lag und konnte auch darüber hinaus mit ihren Techniken deutlich überzeugen.

Nach vergleichsweise kurzer Zeit, die dafür jedoch umso intensiver und konzentrierter genutzt wurde, durften letztlich alle angetretenen Prüflinge ihre neuen Graduierungen entgegennehmen. Leo und Lutz waren rundum zufrieden und auch gar nicht allzu traurig, dass diesmal alles etwas schneller ging. Zu lange können sich die Prüfer in der Abteilung jedoch nicht freuen, denn die erfahrungsgemäß sehr volle, lange Prüfung im Sommer wirft bereits ihre Schatten voraus.
Das schmälert die große Leistung der Prüflinge jedoch nicht. Viel mehr gratulieren wir deshalb noch einmal allen Jiu-Jitsuka zu den neuen Gürteln.

Herzlichen Glückwunsch an:

Carl L., Maximilian S., Katrin Tabea W., Julian S., Julius S., Gero Z., Zoë Moser


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25.02.2026      

Dau-Jubiläum zum Fest der Liebe

„Inline/Outline, Outline/Outline, Inline/Inline“ - All diese romantischen Worte, die man an einem Valentinstag hören möchte, bekamen wir am 14. Februar 2026 von unserem Traditions-Referenten Florian Dau in gewohnt liebevoller Art vorgelegt. Seit nun 10 Jahren in Folge kommt Flo zu unseren Jahresauftaktlehrgängen und lässt uns an seinem Real Selfdefence Fighting (R.S.F.) Konzept in moderner und traditioneller Form teilhaben. Also ein wirklich starkes Jubiläum zum Jahresanfang!

In diesem Jahr lag der thematische Fokus auf dem modernen Teil des R.S.F. mit Abwehrtechniken gegen Schläge, das Greifen am Revers und Würgeangriffe. Während Flos Fäuste dabei genauso zielsicher trafen wie Amors Pfeile, mussten sich alle anderen etwas stärker anstrengen, bis es klappte. Doch genau dieses Rumprobieren und Erarbeiten macht den Blick in andere Systeme eben so interessant.

Zusätzlich zur reinen Demonstration der Techniken nahm Flo sich noch die Zeit, die grundlegenden Ideen des R.S.F., wie die Arbeit mit verschiedenen Linien zu erläutern, um Angriffe aufzunehmen und zu neutralisieren. Zum Schluss präsentierte er zudem alltagstaugliche Gegenstände, die perfekt zur Selbstverteidigung eingesetzt werden können und zudem nahtlos in die zuvor geübten Techniken integriert werden können.

Nun aber die wichtigste Frage: Wie viel lernt man, wenn man einen Referenten 10 Jahre lang wieder und wieder einlädt? Die Antwort: eine Menge! Gerade dieses zehnjährige Jubiläum wirkte besonders frisch mit verschiedenen Szenarien, etwas anderen Erklärungen und neuen Einblicken, sodass selbst diejenigen, die Florian Dau zum zehnten Mal beim Jahresauftaktlehrgang sahen, neue Impulse mitnehmen konnten.

Lieber Flo, vielen Dank, dass du uns seit zehn Jahren als Referent derart die Treue hältst und jedes Jahr dein Wissen mit uns teilst! Wir hoffen, dass noch viele weitere Lehrgänge dazu kommen! Der KBVD und deine Freunde vom Gastgeber TSC Eintracht bedanken sich für diesen schönen, lehrreichen Tag!


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